Der Schliff von Schmucksteinen

Die Technik des Edelsteinschleifens erfordert sehr viel Erfahrung. Die meißten Steinschleifer haben sich deshalb auf bestimmte Edelsteine spezialisiert, um damit die verschiedenen Eigenheiten, wie z.B. Farbtiefe am besten berücksichtigen zu können. Auf einer Kreissäge, die anstelle von Sägezähnen mit Diamantsplittern besetzt ist, wird zunächst die vorbedachte Größe des Steins zurechtgeschnitten. Der Stein bekommt seine groben Proportionen an einer Schleifmaschine, die eine horizontal laufende Schleifscheibe hat. Seinen entgültigen Glanz wird ihm ebenfalls auf einer feinen Stahlschleifscheibe verliehen, auf der Öl und Diamantpulver dafür sorgen, daß der Edelstein seine entgültige Politur bekommt.

 

Beim Schleifen von Schmucksteinen wird zwischen drei verschiedenen Schliffarten unterschieden, die auf die jeweiligen Eigenheiten des Steins Rücksicht nehmen .

Anlage der Facetten (sie dienen zur Lichtreflexion). Abhängig von den inneren Merkmalen, der Farbe, der Größe und der Härte des Kristalls.

Glattschliff

Cabochon schliff

Undurchsichtige Edel-und Schmucksteine erhalten einen gerundeten, mugligen Schliff. Auf Carborundumrädern,  die mit Rillen und Wülsten versehen sind, werden sie mit Hilfe von Kittstöcken in die vorbestimmte Form mit kuppelförmiger Oberfläche und ebener oder leicht gemugelter Unterseite gebracht. Das Endergebnis wird nach einem französischen Ausdruck als Cabochon bezeichnet. Die Verwendung ist vielseitig und es werden daraus Ringsteine, Broschen, Colliers oder  Anhänger gemacht.

Kugelschleifen

Kantengleich Würfel werden als Ausgangsform beim Kugelschleifen verwendet-Die Kantenwerden solange abgeschnitten, später auch abgeschliffen, bis ein gerundeter, aber noch vieleckiger Körper entsteht. In ein einem Schleiftopf wird die Kugel vollendet. Größere Kugeln werden von Hand geführt. Sie müssen beim Fein-wie beim Grobschliff ständig in rotierender Bewegung sein. Für kleinere Kugeln, sogenannte Perlen, gibt es Perlmühlen.

Trommelschleifen

Mit rotierenden Trommeln oder vibrierenden Gefäßen werden unregelmäßig geformte, abgerundete Steine gewonnen. Der Handel bezeichnet solche Steine als Barocksteine die sich bestens für Modeschmuck eignen. Bei den horizontal aufgehängten Trommeln aus Holz, Steinmasse aus Stahl stürzen die Steine fortwährend und schleifen sich dabei gegenseitig. Bei ständig laufenden Maschinen dauert der Schleifvorgang ca. 2-5 Wochen. Eine schnellere Möglichkeit bitten die vibrationstrommeln bei denen allerdings nur kleinere Steine verarbeitet werden können.

Facettenschliff

 

Durchsichtige Steine erhalten auf horizontal laufenden Schleifscheiben einen Facettenschliff. Zu diesem Zweck werden sie mit Steinkitt oder Schellack auf sogenannte  Kittstöcke aufgeleimt. Diese ca. 100 mm langen Rundstäbe sind gewöhnlich aus Holz, selten aber auch aus Metall. Beim Schleifen dient ein seitlich der Schleifscheibe montiertes Brett mit zahlreichen Löchern(sogenannte Lochbrett)der Führung. Je nach verlangter Winkellage der Facetten wird das hintere Ende des Kittstabs in eine bestimmte dieser Löcher gesteckt. Der Stein muss wiedeholt umgekittet  werden, um die verschiedenen Seiten schleifen zu können. Spezielle Kitte und Kleber, Umkittvorrichtungen und Lösungsmittel zum Abheben der Steine und anderes Zubehör stehen den Schleifern zur Verfügung. Anstelle des Lochbrettes gibt es für Amateurschleifer, Schleifmaschinen mit einer Halterung für einen Facettierkopf. Die Facettlagen können dann winkelgerecht eingestellt werden. Die Schleifscheiben bestehen meist aus Blei, Bronze, Kupfer oder Zinn und die Art des Schleifmittels besteht meist aus Schmirgel, Aluminiumoxid, Siliziumcarbid, Borcarbid oder Diamant. Die Drehgeschwindigkeit ist nach Art des Steines immer verschieden. Am Ende wird der Stein auf rotierenden Scheiben, auf Holzwalzen oder Lederriemen poliert, um auf der Oberfläche kleine Kratzer zu beseitigen und reinen Glanz zu erzielen.

Gemischter Schliff

Eine Schliffkombination aus Scheren- und Treppenvarietät, z. B.:
Oberteil = Schere (Scherenschliff)
Unterteil = Treppe (Treppenschliff)
so spricht man vom "Ceylon-Schliff".
Ist die Schliffart umgekehrt angelegt
Oberteil = Treppe (Treppenschliff)
Unterteil = Schere (Scherenschliff) so spricht man vom "Indischen Schliff".
Beide Schliffarten sind in runder und Antikform vorkommend. Werden meist nur bei durchsichtigen Steinen geschliffen. Früher konnte man davon ausgehen, dass man an Hand des Schliffes eruieren konnte -welcher Nationalität der Steinschleifer ist, der den Stein geschliffen hat und wo der Stein abgebaut wurde. Heute ist das leider nicht mehr zu 100 Prozent möglich. Bei der Beschreibung eines Steinschliffes muss unterschieden werden zwischen Schliffform und Schliffart.

Schliffform

Für Edelsteine werden immer wieder neue Schlifftechniken verwendet, was selbstverständlich auch eine Frage der Mode ist. In der Tabelle finden Sie die gebräuchlichsten Schlifftechniken.

Äußere Erscheinung (Kontur) des geschliffenen Steines. Abhängig von der Größe und Form des Kristalls sowie von der Lage der inneren Merkmale. Die Härte ist nur bei Diamant ausschlaggebend. Seit der Einsetzung der Lasertechnologie beim Schneiden von Diamantformen haben sich die Schliffformen bei Diamant verändert.

 

Bei den einzelnen Schliffarten gibt es eine Fülle von Formen, wie z.B. Rund, Oval, Antik, Dreieck Triangel, Karree, Sechseck, Baguette, Trapez, French-cut, Tropfen, Navette, Marquise, Pampel, Briolett, Olive. Außerdem gibt es noch viele Phantasieformen, wie z.B. Herz, Wappen, Tonne usw...

Der Phantasie sind also keine Grenzen gesetzt...

Bohren von Edel-und Schmucksteinen

Elektrische Spitz und Holzbohrer werden mit hoher Geschwindigkeit eingesetzt, die laufend mit Kühlflüssigkeit versorgt werden müssen. Schleifpaste oder Diamantpulver unterstützt den Bohrvorgang .Damit der Stein nicht absplittert, wird gewöhnlich von beiden Seiten gebohrt. Einen besonderen Vorteil haben Ultraschallbohrmaschinen, die mit Vibration arbeiten. Nicht nur das die Bohr zeit verkürzt wird, sondern es besteht auch die Möglichkeit, verschieden geformte Löcher bohren zu können.

Arbeitsmittel zur Bearbeitung von Edelsteinen und Schmuckherstellung !

Zur Bearbeitung der Steine werden Schleif- und Polierscheiben, Ultraschallgeräte, Diamantbohrer, Gravierstifte, Haltevorrichtungen (z. B. Kittstöcke), Mess- und Prüfgeräte, Pinsel usw. verwendet . Man  arbeitet  mit Säuren, chemischen Poliermitteln, Spiritus usw…. Als Rohmaterial werden  natürliche Mineralien und Edelsteine verwendet.   

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Wer reisen will, muss zunächst Liebe zu Land und Leute mitbringen, zumindest keine Voreingenommenheit. 
Er muss guten Willen haben, das Gute zu finden anstatt es durch Vergleiche tot zu machen. 


Theodor Fontane

 (1819 -1898)

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 13.3.2010  / online

T. Boesche-Zacharow : 

Nur der Schwache wappnet sich mit Härte. Wahre Stärke kann sich Toleranz, Verständnis und Güte leisten.