Eine kleine Beschreibung von Steinen

Rubin     Moshärte 9

 

Der Rubin hat den Namen wegen der roten Farbe. Er gehört zusammen mit dem Saphir zur Korund-Gruppe. Die rote Farbe ist bei den einzelnen Lagerstätten häufig zwar etwas verschieden, aber keineswegs geeignet, das Herkunftsland der Steine daraus abzuleiten, den bei  jedem Vorkommen gibt es auch andersgetönte Farben. Die Bezeichnung „Burma-Rubin“ oder Siam-Rubin“ sind deshalb nicht ganz richtig, den sie sind eher als eine Art Qualitätsbegriff aufzufassen. Am beliebtesten ist die sogenannte Taubenblutfarbe, reines rot mit einem Stich ins bläuliche. Die Farbverteilung kann oft ungleich, fleckig oder streitig sein. Die Farbgebenden Substanzen sind Chrom und Eisen. Durch das Brennen minderer Qualitäten werden bessere Farben erzielt. Bei Rohsteinen wirkt der Rubin stumpf und fettig, geschliffen dagegen zeigt er einen Glanz fast wie Diamanten. Der Rubin ist neben dem Saphir und nach dem Diamant das härteste Material. Die Härte ist in den einzelnen Richtungen deutlich verschieden. Der Rubin besitzt zwar keine Spaltbarkeit, ist aber nach bestimmten Richtungen bevorzugt teilbar. Wegen der Sprödigkeit gilt besondere Vorsicht beim Schleifen und Fassen. Einschlüsse sind sehr Häufig. Sie bedeuten keine Qualitätsminderung, sondern sind geradezu der Echtheitsnachweis für Naturrubine gegenüber den ähnlich aussehenden synthetischen Steinen. Die verschiedenen Arten der Einschlüsse  (Fremdmineralien, Spannungsrisse, Wachstumsstrukturen, Kanäle oder andere Hohlräume)gibt manchmal Hinweis auf die Lagerstätten. Eingeschlossene Rutil nadeln bewirken entweder einen zarten Schimmer der Seide genannt wird oder, bei entsprechendem Cabochon schliff, Katzenaugeneffekt wie auch den geschätzten Asterismus mit einem sechsstrahligen Stern, der beim bewegen des Steins über die Oberfläche gleitet.

Lagerstätten: Die bedeutendsten Rubin-Lagerstätten liegen in Myanmar, Thailand, Sri Lanka und Tansania.

 

 

Granat  Moshärte 6 - 7.5

 

Unter der Granat Gruppe versteht man verschiedenfarbige Edelsteine mit einer ähnlichen Kristallstruktur und verwandtem Chemismus. Hauptvertreter sind Pyrop,Almandin und Spessartin die zu der Pyralspitreihe,Grossular,Andradit und Uwarowit zu der Ugranditreihe gehören.Der Volksmund versteht unter Granat nur die roten „Karfunkelsteine“Pyrop und Almandin.

 

Pyrop

 

Der Pyrop war der Modesteine des 18 Jahrhunderts.

Vorkommen

Argentinien, Australien Brasilien, Madagaskar ,Myanmar, Nigeria, Russland, Südafrika, Tansania, USA und Tschechien.

 

Almandin

 

Der Name kommt von einer Stadt in Asien.

 

 

Topas  Moshärte 8

Früher nennte man alle gelben und goldbraunen und manchmal auch die grünen Edelsteine Topas. Der Name leitet sich wahrscheinlich von einem Fundort auf der Insel Zebirget  im Roten Meer, ehemals Topazos genannt ab. Bei den heute als Topas bezeichneten Steinen sind die Farben selten kräftig. Meistens sind die Steine gelb mit einem Stich ins rötliche, am wertvollsten ist Rötlichorange bis Rosa. Die Farbgebenden Substanzen sind Eisen und Chrom. Wegen der großen Spaltbarkeit sollte man  Vorsicht wallten beim Schleifen und fassen.

Lagerstätten:Brailien,Afghanistan,Australien,China,Japan,Madagaskar,Mexico,Mozambique, Myanmar,Namibia,Nigeria,Pakistan,Russland,Simbabwe,Sri Lanka, Ukraine, USA(Utah).

 

  Saphir   Moshärte 9

Früher wurde der Name Saphir für verschiedene Steine verwendet. In der Antike, und sogar noch im Mittelalter, verstand man unter Saphir meist den heutigen Lapislazuli wegen der blauen Farbe. Der Saphir gehört zusammen mit dem Rubin zu den Edelsteinqualitäten die man zu den Korunden zählt. Zunächst erhielt nur die blaue Varietät den Namen Saphir, die andersfärbigen Korunde (außer den roten Rubin), wurden mit speziellen Namen belegt, wie zum Beispiel für die grüne Varietät „Orientalischer Peridot“ oder für den gelben Saphir „Orientalischer Topas“. Heute versteht man unter Saphir alle nicht roten Korunde mit Edelsteinqualität-Die verschiedenen Saphire werden jetzt durch ein qualifizierendes  Wort gekennzeichnet, wie zum Beispiel grüner odergelber Saphir. Die farblosen Saphire nennt man Leukosaphir  und den gelborangen bis orangegelben Stein nennt man Padparadscha. Eine scharfe Abgrenzung zwischen beiden Varietäten Saphir und Rubin gibt es nicht. Die Farbgebenden Substanzen sind beim blauen Saphir Eisen und Titan, beim violetten Vanadium. Dreiwertiges Eisen bewirkt die gelben und grünen Töne. Chrom rosa Farben, Chrom, Eisen und Vanadium orange Farbtöne. Am beliebtesten ist ein reines Kornblumenblau. Einige Saphire wirken durch Kunst licht schwarzblau oder tintenfarbig. Durch das Brennen bei Temperaturen von etwa 1700-1800 erhalten farblich unscheinbare, trübe Saphire leuchten blaue, beständige Farben. Einlagerungen von Rutil nadeln bewirken einen seidigen Glanz. Ausgerichtete Nadeln oder manchmal auch feine Risse verursachen den Katzenaugeneffekt oder einen Sechsstrahligen Stern, sogenannten Sternsaphir.

 

Lagerstätten: Die gegenwärtig wirtschaftlich bedeutendsten Lagerstätten befinden sich in Australien, Myanmar, Sri Lanka und Thailand:

 

 

Die Turmalin hat eine Härte von 7 bis 7,5 und eine weiße Strichfarbe.  Die Farbe selbst ist äußerst variabel und kann sogar entlang der Längsachse eines einzelnen Kristalls variieren. Häufig kommen blaue, grüne, rote, rosafarbene, braune oder schwarze Varianten vor. Ein einzelner Kristall kann oft mehrere Farben aufweisen. Helle Kristalle mit dunkler Spitze werden Mohrenkopfturmaline und rote Kristalle mit grüner Hülle werden oft Wassermelone genannt. Besonders schön sind die manchmal zu sehenden dünnen Querschnitte durch vermeintlich schwarze Turmaline, die eine mit dem Achat vergleichbare Zeichnung mit den verschiedensten Farbtönen aufweisen können.

Besonders schöne Exemplare finden als Schmucksteine  Verwendung, etwa der Rubellit, eine rote Variante des Turmalin. Das bekannteste Beispiel dürfte die Meisterschale  der Fußball Bundesliga sein, die mit insgesamt 16 Turmalinen besetzt ist. Wegen der besonderen elektrischen Eigenschaften wird Turmalin zudem auch in der Elektronik genutzt.

 

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Aquamarin ist eine Varietät  des Silikat-Minerals Beryll. Er kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem mit der chemischen Formel Be3Al2Si6O18, Hat eine Härte von 7,5 bis 8 und eine Dichte von 2,6 bis 2,9 g / cm ³. Die Farbe ist durch Beimengungen von Titan -  oder zweiwertigen Eisen - Ionen blassblau, Strichfarbe weiß.

Der nach dem Edelstein Benannte Farbton ist ein farbsattes Grünblau.

Aquamarine sind begehrte Schmucksteine.  Die Allerdings auf Wärme-und Lichtzufuhr mit Farbverlust reagieren Können.

 

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Amethyst ist eine violette Varietät  des Minerals Quarz (SiO2).

Die violette Farbe des Amethysten reicht von einem sehr hellen, leicht rosafarbenen bis zu einem sehr dunklen Violett.

Die Verteilung der Farbe im Kristall ist meist unregelmäßig. Intensiver gefärbt sind für gewöhnlich Kristallsektoren, die parallel zum Hauptrhomboeder (10-11) liegen. Dort Konzentriert sich die violette Färbung in Dunnen dunkelvioletten Bändern parallel zu den (10-11) und seltener der 01.-11. () - Flächen.

Unter Einfluss von Sonnenlicht verlieren Amethyste recht schnell ihre Farbe. Die Steine Sollten Deshalb keiner direkten UV-Bestrahlung ausgesetzt werden.

Amethyst in Edelsteinqualität ist ein beliebter und weit verbreiteter Schmuckstein,  der für den Handel entweder in unterschiedlich  facettierte Formen ( Brilliant,Navette,Briolett )  oder in Cabochonform geschliffen wird.

 

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Zirkon ist ein Mineral  aus der Mineralklasse der Silikate  und der Gruppe der Inselsilicate.  Die chemische Formel ist ZrSiO4. Zirkon kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem ( Kristallklasse:  4 / m 2 / m 2 / m) und hat eine vergleichsweise hohe Mohshärte von 6,5 bis 7,5. Die natürliche Farbe von Zirkon variiert von farblos, goldgelb, rot bis braun, kann aber auch grün, blau oder schwarz sein. Strichfarbe ist weiß. Exemplare, die aufgrund ihrer Größe und Reinheit Edelsteinqualität zeigen, sind ein beliebter Ersatz für Diamanten.  Mit Denen sie zuweilen verwechselt werden. Zirkon ist nicht zu verwechseln mit Zirkonia (Formel: ZrO2, Zirconiumdioxid. Einem synthetischen Ersatz für Diamant.

 

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Der Mondstein ist eine Varietät des Orthoklas  (Synonym: Adular) und gehört damit zur Gruppe der Feldspate.. Seinen Namen Erhielt er durch sein schimmern, das ein Mondlicht erinnert.Den Mondstein zeichnet vor allem seine Adulareszenz  aus, ein bläulich-weißer Schimmer, der über die gesamte Oberfläche des Steines gleitet, wenn man ihn bewegt. Mondsteine, die aus dem klassischen Herkunftsland Sri Lanka stammen, sind meist fast ganz transparent bis milchig-weiß und haben einen zart bläulichen Glanz. Mondstein wird ausschließlich als Schmuckstein verwendet. Meist wird er zu einem Cabochon geschliffen, da diese Form den durch seine Lamellenstruktur hervorgerufenen Glanz besten zur Geltung bringt.

 

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Reiner Spinell ist farblos. Die Stöchiometrie  der chemischen Formel ist jedoch in weiten Grenzen variabel, das heißt Magnesium oder Aluminium können in verschiedenen Mengenanteilen vorliegen oder auch durch eigentlich formelfremde Kationen  ersetzt sein. Besonders große Überschüsse von Aluminiumkationen können in ihm gelöst sein. Ein Magnesiumüberschuss ist nur bei extrem hohen Temperaturen (ab ca. 1500 °C) möglich.

Dadurch ergibt sich eine große Bandbreite an möglichen Farben, die von Violett über Rot bis Rosa, Gelb, sowie von Grün über Blau nach Braun bis Schwarz. Einige Farbvarietäten erhielten vor allem für den Schmuckstein-Handel  Bezeichnunden:

  • Chlorospinell ist ein eisen- und kupferhaltiger, grüner Spinell
  • Rubicell ist eine veraltete Bezeichnung für gelborange bis bräunliche Varietäten.
  • Als Balas-Spinell oder Rubin-Spinell wird durch ein rosafarbener bis roter Spinell bezeichnet, der oft auch die irreführende Handelsbezeichnung Balas-Rubin trägt.
  • Gahnospinell bezeichnet einen zinkhaltigen, blauen Spinell.
  • Picotit oder auch Chromspinell ist ein durch Chrombeimengung dunkelgrüner bis bräunlich-schwarzer Spinell.
  • Pleonast (auch Ceylanit bzw. Ceylonit) erhält durch Beimengungen von Eisenionen seine dunkelgrüne bis schwarze Farbe. Meist ist er zudem auch undurchsichtig.
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Alexandrit ist eine Varietät des Minerals Chrysoberyll, welcher schon von Plinius (23 - 79 n. Chr.) als eine Unterart von Beryll beschrieben wurde; es ist nicht auszuschließen, dass ihm auch die erst viele Jahrhunderte später als Alexandrit bezeichnete Varietät bekannt war.

Aufgrund seiner Seltenheit sind qualitativ hochwertige Alexandrite  kaum zu modernem Schmuck verarbeitet worden. Geschliffene Alexandrite kann man in altem russischem und in viktorianischem Schmuck, sowie in einigen Ringen und Platin-Sets von Tiffanys Meisterjuwelier George Kunz, der Alexandrit in Form von Stäben verarbeitete, bewundern.

 

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Türkis ist einer der ältesten Edelsteine der Menschheitsgeschichte und wurde schon vor dem Jahre 5.000 v.Chr. von den alten Ägyptern als Schmuckstück und für Einlegearbeiten verwendet. Die vier Gold-Armbänder auf dem mumifizierten Arm der Königin Zar (Ehefrau des zweiten Herrschers der Ersten Dynastie, 3032-3000 v.Chr.) sind mit Türkis belegt. Berühmt sind auch die mit Türkis ausgelegte Totenmaske von Tutenchamun und die vielen weiteren Beigaben (Halsbänder, e.g. Pektorale) aus seinem Grab. Ab der Zeit der ersten ägyptischen Dynastien wurde Türkis dann über 2000 Jahre lang von ägyptischen Sklaven aus den Maghara-Wadi-Gruben auf der Halbinsel Sinai geschürft. Er war so begehrt, dass im gleichen Zeitraum Imitationen aus Fayence hergestellt wurden, d.h. glasiertes Steingut, das so eingefärbt werden konnte, dass es Türkis ähnelte.

 

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Als Katzenauge werden allg. alle Steine mit Lichtstreigen (Lichtspiel) benannt. Es handelt sich hierbei primär um eine Handelsbezeichnung.

Unter dem Begriff "Katzenauge" versteht der Gemmologe das Chrysoberyllkatzenauge. Es besteht aus Quarz  mit feinen Einlagerungen von Chrysoberyll. Ein goldgelbes bis goldbraunes Gestein, auf Grund der faserigen Struktur entsteht im Anschliff ein schmaler wogender Lichtschein, analog dem Auge einer Katze /  Tigers ,dieser Effekt wird als Chatoyance bezeichnet.

 

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Unter Varietät versteht man in der Mineralogie die unterschiedliche Ausbildung eines Minerals  in Farbe, Transparenz, Tracht,Habitus oder Kristallgröße. Der grundsätzliche Gitterbau des Kristalls  ist jeweils identisch. Allerdings gibt es hier Unterschiede zwischen kristallinen, feinkristallienen und amorphen Phasen.

Beispielsweise sind Bergkristall,Citrin und Amethyst Varietäten des Quarz.

(Text & Bild  Quelle von Wikipedia & ,Mineralienatlas)

Wer reisen will, muss zunächst Liebe zu Land und Leute mitbringen, zumindest keine Voreingenommenheit. 
Er muss guten Willen haben, das Gute zu finden anstatt es durch Vergleiche tot zu machen. 


Theodor Fontane

 (1819 -1898)

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 13.3.2010  / online

T. Boesche-Zacharow : 

Nur der Schwache wappnet sich mit Härte. Wahre Stärke kann sich Toleranz, Verständnis und Güte leisten.